Im Einklang mit dem Leitbild der Stadt Böblingen vernetzt sich die Friedrich-Schiller-Realschule optimal mit ortsansässigen Hochtechnologieunternehmen. Dies wurde für alle 120 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 8 während der kürzlich durchgeführten MINT-Woche erlebbar. Besonders erfreulich war die Bereitschaft verschiedenster Firmen ihre Pforten zu öffnen und den Jugendlichen einen Einblick in die faszinierende Welt der Informatik, des technischen Produktdesigns oder der Laser-Schweißtechnik zu geben. EISENMANN, MBtech, TRUMPF, RAS-Maschinenbau, Vector-Informatik – zum Teil Weltmarktführer in Ihrer jeweiligen Branche –  freuten sich über den Austausch mit ihren Auszubildenden von morgen. Dass bereits einzelne Tropfen von Begeisterung Wellen zu schlagen vermögen, zeigt die Rückmeldung der Schülerinnen und Schüler: 80% gaben in der Rückmeldung am Ende der Woche an, dass ihnen die Firmenerkundung gut oder sogarsehr gut gefallen haben.

Im Land des Exportweltmeisters ohne Bodenschätze kommt den Tüftlern und Technikerneine kaum zu überbietende Bedeutung zu. Laut MINT-Frühjahrsreport 2015 des Instituts der deutschen Wirtschaft lagen im April 2015 in den MINT-Berufen insgesamt rund 345.000 zu besetzende Stellen vor. Die Konzeption der MINT-Woche weist diesbezüglich alle Merkmale einer Win-Win-Situation auf. Jugendliche ebenso wie die ortsansässigen Unternehmen unterstützen einander auf dem Weg zum zukünftigen Erfolg. Der Einstieg in die Berufsausbildung nach dem erfolgreichen Abschluss an der FSR scheint nur noch Formsache. Den Auftakt der ohnehin gut organisierten Berufswegeplanung bildete der Mittwoch, an dem das Schreiben einer geeigneten Bewerbung vermittelt wurde.

Am Donnerstag nahm die FSR die Einladung der Experimenta in Heilbronn an. 150 interaktive Exponate in vier Themenwelten sowie die Talentsuche an einzelnen Stationen und sieben Talentschmieden bot den Besuchern die Möglichkeit, ihre besonderen Begabungen herauszufinden. Auch Techniker und Wissenschaftler brauchen etwas Abwechslung, deshalb hatten die Schülerinnen und Schüler am Nachmittag Gelegenheit die verschiedenen Gesetze der Physik im Erlebnisbad Aquatoll in Neckarsulm körperlich zu erfahren.

Neben der Weltmeisterschaft im Export und Fußball holte Deutschland erneut den Europameister-Titel bei den Patentanmeldungen im Jahr 2014. Dass dies auch zukünftig so bleiben kann, zeigt das große Interesse der Achtklässler an den unterschiedlichen allesamt von engagierten FSR-Lehrern am Montag und Freitag angebotenen Workshops. Die Palette wies in diesem Jahr eine fantastische Vielfalt quer durch alle MINT-Wissenschaften auf: Roboterprogrammierung, physikalische Experimente, computerbasierte künstlerische Anwendungen, biologische Präparationen, Tier- und Organuntersuchungen, mathematische Problemstellungen und Anwendungen bis hin zur Herstellung von Wildkräuter-Dips und biologischen Kosmetika.

Nach den individuellen Workshops am Freitagvormittag endete die Woche mit dem gemeinsamen Finale, in dessen Rahmen sich die Jugendlichen noch kreativ betätigten und einige bemerkenswerte Erkenntnisse zutage traten. Selbstverständlich hat die MINT-Woche nicht das Ziel, alle Realschüler in den MINT-Bereich zu vermitteln. Dennoch äußerten insgesamt 72% der befragten Schülerinnen und Schüler, dass ihnen die Workshops gut oder gar sehr gut gefallen hätten.

Waren es bei der Auftaktveranstaltung noch 21%, die sich gut vorstellen konnten, einen MINT-Beruf zu ergreifen, erhöhte sich dieser Prozentsatz auf 34%. Im Einklang damit steht die Zahl der Achtklässler, für die nach eigenen Angaben ein technischer Beruf überhaupt nicht infrage kommt: beim Auftakt 21%, nach Abschluss der Woche nur noch 14%.

Am meisten allerdings freuen sich die Lehrerinnen und Lehrer der FSR über folgende Rückmeldung ihrer Schüler: Sage und schreibe 78 Kreuze bekundeten „verstärkte Lust auf“ den Unterricht in Mathematik, Physik, Biologie bzw. Chemie. Schade, dass das Schuljahr wenige Wochen danach schon zu Ende war!

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