Weltbürgerschaft

Im letzten Schuljahr wurden Schülerinnen und Schüler der Friedrich-Schiller-Realschule zu sogenannten "Weltbürgern" ausgebildet. Was hat es damit auf sich?

Globales Lernen spielt in unserem Unterrichtsalltag mittlerweile eine nicht mehr wegzudenkende Rolle. Aussagen wie "Die Erde ist ein Dorf" spiegeln diese Tatsache wieder. Das Handeln von Menschen in Deutschland hat Auswirkungen in ganz verschiedenen Teilen der Welt. Sich dieser Zusammenhänge bewusst zu werden, muss zentrales Ziel von Unterricht sein - besonders in Zeiten, wo wichtige Politiker Aussagen tätigen, die dieser Zielsetzung völlig entgegenstehen (Beispiel: "Ich bin Nationalist und kein Globalist" - D. Trump).

Um ein gutes Leben im besten Fall für alle Menschen auf der Erde zu ermöglichen, hat die UN die sogenannten "Ziele für nachhaltige Entwicklung"  - kurz: SDGs entwickelt. Hierbei spielen Themen wie "Kein Hunger - Ziel 2" oder die faire Wasserverteilung und Verbesserung der Hygiene eine Rolle. Nachhaltige Bildung wird als viertes Ziel genannt und war Inhalt eines mehrwöchigen Projektes im letzten Schuljahr, das von "Engagement Global", einer vom Bundesamt für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung geförderten Organisation durchgeführt wurde (weitere Infos: https://www.engagement-global.de).

Zur Durchführung des Projektes:

Kurzer Trailer

Das Projekt bestand aus einer Einführungseinheit, dann drei Workshops und einer Abschlusseinheit. Besonders die Worshops halfen den Schülerinnen und Schüler die teilweise sehr komplexen Zusammenhänge zu verstehen und Mitgefühl für Menschen aus anderen Teilen der Erde zu entwickeln. Beispielsweise lernten die Teilnehmer verschiedene Begrüßungsrituale kennen und erfassten dabei wichtige Verhaltensweisen und respektvollen Umgang in anderen Kulturen. Oder es wurde über die Plastikmüllproblematik in den Weltmeeren gesprochen und die Teilnehmer bauten einen Fussball aus Plastiktüten. In einem anderen Workshop wurde nachempfunden welche Herausforderungen Menschen beispielsweise in Afrika meistern müssen, um an frisches Wasser zu kommen. Die Schülerinenn und Schüler trugen Wasser in Kanistern auf ihren Köpfen oder versuchten es in Eimern oder in Schubkarren zu transportieren. Da die Workshops von internationalen Referenten durchgeführt wurden, wurden die Themen lebendig und authentisch und die Teilnehmer waren persönlich betroffen.

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Abschlussveranstaltung im Stuttgarter Rathaus:

Zur feierlichen Verleihung des Weltbürgerschaftspasses wurden dann diverse Teilnehmer in das Stuttgarter Rathaus geladen. Dort angekommen, erwarteten die Schülerinnen und Schüler aus mehr als fünf verschiedenen Schulen aus dem Großraum Stuttgart ein buntes Programm. Neben inspirierenden Impulsvorträgen von beispielsweise Dr. Joy Almazung (Leiter "Engagement Global") und dem Youtuber Yonii, gab es ein interkulturelles Mittagessen (afrikainsche Küche) sowie Musikbeiträge (Rap/Hip-Hop) von diversen interkulturellen Künstlern, die sich in ihrer Musik mit dem globalen Wandel kritisch auseinandersetzen. Zum Schluss wurden die Kinder mit dem Weltbürgerschaftspass für ihre erfolgreiche Teilnahme am Projekt ausgezeichnet. Wir sind stolz, dass unsere Schule jetzt von etwa 75 Weltbügerinnen und Weltbürgern besucht wird! Durch den Einsatz junger Menschen für eine bessere Welt kann viel verändert werden!!!

Ein 15-minütiges Video, das sehr gute Einblicke in das Projekt gewährt, gibt es hier.

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